Eine Woche nach dem Preistief: Wo steht der Spritpreis – und wohin geht die Reise?
Vor einer Woche sanken E10 und Diesel auf den tiefsten Stand seit Wochen. Seitdem ist viel passiert: Der Ölpreis dreht wieder nach oben, der Tankrabatt rückt näher. Eine Zwischenbilanz für Autofahrer in Deutschland.
Die Woche im Rückblick
Mitte April erlebten Autofahrer in Deutschland eine kurze Verschnaufpause: E10 fiel auf rund 2,10 Euro, Diesel auf 2,28 Euro pro Liter – die günstigsten Werte seit Wochen. Drei Faktoren wirkten zusammen: Die Iran-Waffenruhe nahm die Risikoprämie aus dem Markt, die OPEC+ erhöhte die Förderung überraschend stark, und das Österreich-Modell begünstigte die Weitergabe von Senkungen.
Was hat sich verändert?
Seit dem Wochenende dreht die Stimmung wieder. Brent ist auf 96 Dollar gestiegen, die Iran-Verhandlungen stagnieren, und erste Händler sprechen wieder von einem Risiko Richtung 100 Dollar. Die Erholung der vergangenen Woche war real – aber fragil.
An den deutschen Zapfsäulen halten sich die Preise aktuell noch auf dem ermäßigten Niveau. Die Frage ist: Wie lange noch?
Drei Szenarien für die nächsten Wochen
Optimistisches Szenario: Iran-Verhandlungen nehmen wieder Fahrt auf, Brent stabilisiert sich unter 95 Dollar. Kombiniert mit dem Tankrabatt ab Mai könnten E10-Preise unter 2,00 Euro fallen.
Basis-Szenario: Rohölpreis pendelt zwischen 93 und 98 Dollar. Tankrabatt wirkt ab Mai mit leichter Verzögerung. Preise bleiben um die 2,00 Euro für E10.
Pessimistisches Szenario: Iran-Krise eskaliert erneut, Brent steigt über 100 Dollar. Selbst der Tankrabatt kann den Anstieg nur abfedern, nicht verhindern.
Was du jetzt tun kannst
Nutze die aktuell noch günstigen Preise und tanke voll. Unsere Karte zeigt dir in Echtzeit die günstigsten Stationen in deiner Nähe. Und mit dem Preisalarm wirst du sofort benachrichtigt wenn der Preis weiter fällt – oder wieder steigt.
Quellen: ADAC, ZDFheute, Bundestag.de, tradingeconomics.com